Mit einer Nationalpark-Safari in Indien begeben Sie sich in die Welt des Dschungelbuchs von Rudyard Kipling. Denn der Autor wurde bei seinen Reisen durch Indien zu seinem berühmten Buch inspiriert. Aber auch heutzutage können Sie die faszinierenden Landschaften und die artenreiche Flora und Fauna des Subkontinents in den Naturschutzgebieten und Wildparks Indiens erkunden - mit dem offenen Jeep, auf dem Rücken eines Elefanten, mit dem Boot und sogar zu Fuß.

Der Höhepunkt für die meisten Besucher der indischen Wildnisgebiete ist es, einen der beeindruckenden Bengalischen Tiger zu Gesicht zu bekommen. Aber neben Tigern, Nashörnern, Elefanten, Affen und Leoparden haben die Nationalparks noch viel mehr zu bieten. Auch Streifenhyänen, Lippenbären, Wildhunde und Rohrkatzen durchstreifen den Dschungel und halten Ausschau nach Beutetieren wie Sambar- und Axishirsche, indische Muntjaks, Vierhornantilopen, Wildschweinen und anderen Pflanzenfressern. Neben einer Vielzahl von Säugetieren tummeln sich natürlich auch Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische in den Schutzgebieten.

Die Nationalparks sind über ganz Indien und verschiedene Klimazonen verteilt, daher finden Sie je nach Region unterschiedliche Tier- und Pflanzenwelten. Das seltene Panzernashorn lebt beispielsweise im Kaziranga Nationalpark im Nordosten, asiatische Löwen im Gir Nationalpark im Westen, Elefantenherden treffen Sie häufig im Süden an und die Chancen auf Tigersichtungen stehen in Zentralindien gut. Auch die Vegetation und die Landschaft ist facettenreich und bietet alles vom Hochgebirge im Himalaya über Wüstenregionen bis hin zum tropischen Dschungel.

Sie haben also die Wahl. Haben Sie ein spezielles Interesse? Möchten Sie sich ganz darauf konzentrieren, einen Bengalischen Tiger aufzuspüren? Oder lieber seltene Vögel beobachten? Orchideen fotografieren? Oder die unterschiedlichsten Landschaften in einer Reise kombinieren? Bei diesem Angebot haben Sie keinen festgelegten Reiseplan. Wir stellen Ihnen unterschiedliche Nationalparks und deren Besonderheiten vor und Sie entscheiden selbst, welche Nationalparks Sie am meisten interessieren und wieviel Zeit Sie wo verbringen möchten. Wir stellen dann Ihre Wunschreise zusammen. Auf Ihren Pirschfahrten werden Sie von speziell geschulten Wildhütern und Spurenlesern begleitet, die alles daran setzen, dass Sie möglichst viel von der facettenreichen Tierwelt vor die Kamera bekommen. Wir empfehlen jedoch, lieber weniger Nationalparks anzusteuern und dafür jeweils mehrere Tage dort zu verbringen. So lernen Sie die Parks besser kennen, erhöhen die Chancen auf Tierbegegnungen und minimieren die Zeit, die Sie für Transfers zwischen den Parks einplanen müssen.

Ablauf

Das erwartet Sie auf der Reise:

Der Bandhavgarh Nationalpark im Bundesstaat Madhya Pradesh in Zentralindien ist ein beliebtes Ziel, um wildlebende Tiger zu beobachten. Früher war Bandhavgrah Jagdgebiet der Maharajas von Rewa, deren bevorzugte Beute leider der majestätische Tiger war. Ein zusätzliches Problem waren die Wilderer. 1968 wurde der Bandhavgarh Nationalpark gegründet. Das ursprüngliche Schutzgebiet wurde seitdem weiter vergrößert. Heute ist der Park ein gut gemanagtes Schutzgebiet,  die örtliche Bevölkerung wird mit einbezogen.

Die hügelige Landschaft ist von einem Plateau beherrscht, auf dem einst das Fort der Maharajas stand. Im näheren Umkreis befinden sich  Grasgebiete und Sümpfe, ansonsten dominieren Salwälder. Die bekannteste Tierart des Parks ist der Bengaltiger, die Safarijeeps gewohnt sind und sich gut beobachten lassen. In Bandhavgarh wurde 1957 ein weißer Tiger gefangen, dessen Nachkommen in Zoos und Zirkussen weltweit zu sehen sind. Weitere Raubtierarten sind Leopard, Streifenhyäne, Lippenbär, Wildhund, Rohrkatze, Goldschakal, Fleckenmusang und Indischer Mungo. Auch Gaure, Sambarhirsche, Axishirsche, Indische Muntjaks, Fleckenkantschile, Vierhornantilopen, Indische Gazellen, Nilgauantilopen, Wildschweine, Indische Schuppentiere und Langure bevölkern den Park, dazu kommen etwa 200 Vogelarten.

Der Park ist von November bis Juni geöffnet und kann auf Jeepsafaris und auf dem Rücken eines Elefanten erforscht werden. Ausgangspunkt ist der Flughafen Jabalpur.

Der Kaziranga Nationalpark im Bundesstaat Assam im Nordosten Indiens ist das wichtigste Schutzgebiet für das Panzernashorn mit über 70 % des weltweiten Bestands. Auch für Büffel, Elefantenherden, Tiger und verschiedene Hirscharten bietet der auf der UNESCO-Welterbe-Liste stehende Nationalpark wichtigen Lebensraum. Weitere erwähnenswerte Vertreter der Tierwelt sind Gaur, Wildschwein, Leopard, Wildhund, Kragen- und Lippenbär, Langur, Gibbon, Makake und Rhesusaffe, sowie Otter, Fischkatze, Rohrkatze, Zibetkatze, Mungo, Bengalfuchs, Goldschakal, Dachs, Stachelschwein, Schuppentier, Gangesdelfin. Vertreter der Reptilien sind Gangesgavial, Waran, Kobra und Python. Zu den vielen Vogelarten gehören Reiher, Störche, Fischadler, Eisvögel und graue Pelikane.

Die weitläufige Landschaft besteht aus Hochgrasfluren, Sumpfgebieten und Waldgebieten, umgeben von vier großen Flüssen. Durch die Besiedlung rund um den Nationalpark kommt es vor, dass Weidevieh eindringt; umgekehrt ziehen viele Wildtiere während der Regenzeit in höher gelegene Gebiete und verlassen dabei das Schutzgebiet. Von den Bauern werden gerade die Panzernashörner und Elefanten nicht gern gesehen, da sie die Felder zertrampeln. Auch Wilderer nutzen die fehlende Überwachung der Tiere durch Wildhüter während der Regenzeit aus, um speziell das Horn der Panzernashörner zu erbeuten.

Der Park ist zwischen November und April geöffnet, wenn kaum Niederschlag fällt und die Durchschnittstemperatur mit etwa 10 Grad relativ kühl ist. Der Regen in den übrigen Monaten überschwemmt etwa zwei Drittel der Parkfläche, auch aufgrund des über die Ufer tretenden Brahmaputra. Es werden Jeepsafaris, Bootsafaris und Elefantenritte angeboten. Als Ausgangspunkt für einen Besuch des Kaziranga Nationalparks bieten sich die Flughäfen Jorhat und Guwahati an.

Corbett, der älteste Nationalpark Indiens, liegt im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand etwa 250 km nordöstlich von Delhi in den Ausläufern des Himalaya-Gebirges. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde von der britischen Kolonialverwaltung ein Teil des heutigen Parks zum Waldschutzgebiet erklärt. Benannt wurde der Nationalpark nach dem Briten Jim Corbett, der 1936 maßgeblich an der Gründung des ersten Nationalparks in Indienbeteiligt war. Der 521 qkm große Corbett Nationalpark bildet zusammen mit dem angrenzenden Sonanadi-Schutzgebiet das Corbett-Tiger-Reserve.

Typisch für die Landschaft sind die breiten Täler und knapp über 1000 Meter hohen Hügel, die mit Mischwäldern und mit Kiefern bedeckt sind. Im Tiefland befinden sich Flusswälder und einige Grasflächen. Der Park bietet Lebensraum für Tiger, Leoparden und Elefanten, weitere Säugetiere sind unter anderem Rhesusaffen, Schakale, Füchse, Rothunde, Kragen- und Lippenbären, Marder, Fischotter, Zibetkatzen, Mungos, Rohrkatzen, Wildschweine, verschiedene Hischarten, Antilopen, Schuppentiere und Stachelschweine. In den Gewässern leben Sumpfkrokodile und mindestens 30 weitere Reptilienarten. Vogelliebhaber können über 580 Vogelarten beobachten, wie Rebhühner, Fasane, Habichte, Bussarde und Adler.

Das angenehm milde Klima reicht von subtropisch bis Hochlandklima mit Temperaturen im Winter zwischen 5 und 30 Grad. Wegen heftiger Regenfälle während der Monsunzeit zwischen Juni und November ist der Park nur zwischen November und Juni geöffnet und kann auf Jeepsafaris, Walking Safaris und auf dem Rücken eines Elefanten erkundet werden. Ausgangspunkt ist der Flughafen Delhi.

Der im Bundesstaat Madhya Pradesh gelegene Kanha Nationalpark, der schon Kipling zu seinem berühmten "Dschungelbuch" inspiriert hat, ist der größte in Zentralindien und einer der bekanntesten Indiens. Er wurde im Jahr 1955 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von 940 qkm. Mit der ihn umgebenden 1009 qkm umfassenden Pufferzone und dem 110 qkm großen Phen-Schutzgebiet bildet er das Kanha-Tigerreservat.

Schon seit 1865 existierten im Gebiet des heutigen Kanha Nationalparks einige Waldschutzgebiete. In den 1930er Jahren  wurden dann Wildschutzgebiete eingerichtet, 1955 wurde ein 252 qkm großes Areal zum Nationalpark erklärt, dessen Fläche immer wieder erweitert wurde, bis mit dem Beginn des Tiger Project der Park 1973 seine heutige Größe erreichte. Kahna ist Teil des zentralindischen Hochlands und besteht aus Hügelketten, Flusstälern und ebenen Hochplateaus. Die beiden wichtigsten Flüsse sind der Banjar und der Halon. Die Größe des Nationalparks ergibt eine große Vielfalt von Flora und Fauna. Bekannt sind etwa 1000 Pflanzenarten, die drei Haupt-Vegetationsformen sind jedoch Salwälder, Mischwälder und weitläufige Grasgebiete.

Der Nationalpark ist bekannt für seine vielen großen Säugetiere. Die solide Tigerpopulation sorgt für eine recht große Wahrscheinlichkeit, den König des Dschungels in freier Wildbahn beobachten zu können. Weitere große Raubtierarten sind Leoparden, Lippenbären und Rothunde. Eine Besonderheit des Parks ist das letzte wildlebende Vorkommen der Hochlandbarasingas, weitere Hirscharten sind Axishirsch, Sambarhirsch und Muntjak. Auch drei verschiedene Antilopenarten, Gaure, Hulmans und Wildschweine, Rhesusaffen, Goldschakale, Bengalfüchse, Fischotter, Honigdachse, Zibetkatzen, Mungos, Rotmangusten, Streifenhyänen, Rohrkatzen, Bengalkatzen, Indien-Kantschile, Schuppentiere, Palmenhörnchen, Stachelschweine leben im Kanha Nationalpark.

Geöffnet ist der Park von November bis Juni, am angenehmsten sind die Temperaturen zwischen Februar und Anfang Juni. In den Sommermonaten variieren sie zwischen 24°C und 42°C, während es im Winter durchaus 11°C kalt werden kann. Außer in der Monsunzeit zwischen Juli und Mitte Oktober regnet es selten.  Der Ausgangspunkt für den Kanha Nationalpark ist der Flughafen Jabalpur. Der Park lässt sich per Jeep-Safari und auf dem Rücken eines Elefanten erkunden. Aufgrund seiner Größe gibt es mehrere Routen durch die verschiedenen Zonen des Nationalparks; idealerweise kombiniert man verschiedene Touren und Reisearten. Die beiden Eingänge zum Nationalpark befinden sich in den Orten Khati und Mukki, die auf asphaltierten Straßen gut zu erreichen sind.

Der 1980 gegründete Ranthambore Nationalpark liegt im indischen Bundesstaat Rajasthan und bildet mit weiteren angrenzenden Schutzzonen das 1335 qkm große Ranthambore-Tigerreservat, eines von insgesamt 53 in Indien. Benannt wurde der Nationalpark nach der Festung Ranthambore, die auf einem Hügel im Parkgebiet thront. Bereits 1955 wurde hier ein Wildreservat eingerichtet. Davor war es das Jagdgebiet der Maharajas von Jaipur und noch 1961 ging Königin Elisabeth II. hier auf Jagd. Seit 1972 ist die Tigerjagd in Indien verboten, und 1973 startete das Project Tiger zum Schutz der indischen Tiger. Ranthambore war eines der besten Reservate Project Tiger, bis die Tigerpopulation in den 1990er Jahren herbe Verluste durch Wilderei erlitt. Heute stehen die Chancen aber wieder gut, einen Tiger zu erleben.

Die vielfältige Landschaft wird geprägt von felsigen Hügeln und Plateaus über Trockenwälder bis hin zu Seen, weitläufigen Flusstälern, Savannen und Wiesen. Die Flüsse Banas und Chambal bilden die Grenze des Nationalparks und sind die Lebensader der gesamten Region. Sawai Madhopur, der Ausgangspunkt für den Ranthambore Nationalpark, ist mit dem Auto ab Jaipur in etwa drei bis vier Stunden und auch mit dem Zug sehr gut zu erreichen. Durch die verkehrsgünstige Lage und die Nähe zum „Goldenen Dreieck“, Indiens populärster Touristenroute, ist Ranthambore einer der beliebtesten Nationalparks Indiens.

Der für seine Bengaltiger berühmte Nationalpark bietet aber auch Lebensraum für weitere Raubtiere wie Leoparden, Streifenhyänen, Lippenbären, Goldschakale, Honigdachse, Rohrkatzen und Mungos. Auch diverse Hirsch- und Antilopenarten und Gazellen, Wildschweine und Affen bevölkern den Park sowie um die 30 weitere Säugetierarten, über 35 Reptilienarten und knapp 320 Vogelarten, wie Reiher, Kormoran, Eisvögel, Pfauen, Schwarzstörche, Falken, Adler sowie die zutraulichen Wanderbaumelster. Neben seiner überwältigenden Tierwelt hat der Nationalpark auch eine wunderschöne Flora zu bieten. Die Wälder  gehören zu einem sehr seltenen Typus des "trockenen Dschungels", der sich über Jahrtausende entwickelt hat. Mehr als 300 Pflanzenarten hat man bisher entdeckt und darunter auch sehr viele einzigartige.

Das Klima ist monsunabhängig mit heftigen Regenfällen zwischen Juli und September. In dieser Zeit ist der Park geschlossen. Danach wird es kühler. Von November bis Februar ist es tagsüber um die 20°C, nachts kühlt es ab auf bis zu 2°C, daher ist zu dieser Zeit warme Kleidung für die Safaris nötig. Ab April wird es wieder wärmer und im Sommer bis zu 48°C heiß, bevor der Regen wieder Abkühlung bringt. Die beste Reisezeit in Bezug auf das Wetter ist daher November und März, während es für Tigersichtungen in den heißen Monaten April bis Juni besser ist. Der Park ist in acht Zonen eingeteilt, pro Einfahrt darf man nur eine Zone betreten. Die von ausgebildeten Führern begleiteten, etwa zweieinhalb Stunden dauernden Safaris finden in offenen Jeeps statt. Pro Tag sind zwei Pirschfahrten üblich, eine in den frühen Morgenstunden und eine am Nachmittag, um das Wild zu verschiedenen Tageszeiten anzutreffen.

Der etwa 640 qkm große Nagarhole Nationalpark, auch Rajiv Gandhi Nationalpark genannt befindet sich im Süden Indiens im Bundesstaat Karnataka, 100 km südwestlich von Mysore am Kabini River, eingebettet zwischen den Westghats und den Nilgiribergen. Zusammen mit dem benachbarten Bandipur Nationalpark (etwa  870 qkm) und dem Mudumalai Nationalpark (etwa 320 qkm) bildet er das größte Naturschutzgebiet Südindiens.

Die Vegetation besteht vor allem aus tropischen Laubwäldern und Busch- sowie Graslandschaften, Sümpfen und hoch aufragenden Bambuswäldern. Die nordwestlichen Bereiche des Schutzgebietes sind feuchter als die südlichen Bereiche, wo der Park an den Bandipur Nationalpark angrenzt.

Das Ökosystem des Nagarhole Nationalparks bietet Lebensraum für zahlreiche Großtiere. Ein Highlight sind die großen Elefantenherden, die sich vor allem an den Stauseen sammeln oder am Flussufer entlang wandern. Je trockener es ist, desto mehr Tiere finden sich am Wasser ein. Bei einer abendlichen Bootsfahrt  trifft man neben Elefanten häufig auch  auf Krokodile, Elefanten, Büffel und Hirsche. Auch bei einer Pirschfahrt sind die Chancen, Elefanten zu sehen, sehr gut. An großen Raubtieren kommen Tiger, Leoparden, Lippenbären und Asiatische Wildhunde vor. Die Huftiere sind durch Gaure (Indische Büffel), Vierhornantilopen, Sambar- und Axishirsche, Muntjaks, Indien-Kantschile und Wildschweine vertreten. Die drei hier beheimateten Affenarten sind Hutaffen, Hanuman-Languren und Wanderus vor. Dazu kommen Krokodile und eine vielfältige Vogelwelt mit über 300 Arten.

Der Nagarhole Nationalpark ist ganzjährig geöffnet; die beste Besuchszeit liegt zwischen Oktober und Mai. Sie sollten mindestens zwei Übernachtungen einplanen, um die Tiere aufzuspüren und die vielen Vögel zu identifizieren. Der Park kann mit dem Jeep und per Boot erkundet werden. Oder man nimmt Platz in einem der Beobachtungsposten bei einer Wasserstelle und wartet dort auf das Eintreffen der Wildtiere.

Der 1330 qkm große Sundarbans Nationalpark im indischen Bundesstaat Westbengalen ist Teil des riesigen tropischen Feuchtgebiets Sundarbans mit den größten zusammenhängenden Mangrovenwäldern der Erde. Zyklone und Wassermassen des jährlichen Monsunregens führen dazu, dass sich die beeindruckende Landschaft der Sundarbans ständig verändert und sich die Tier- und Pflanzenwelt  immer wieder neuen Bedingungen anpassen muss. Denn jedes Jahr werden Teile der Wälder weggespült, während aber auch immer wieder neue trockene Gebiete durch Aufspülungen von Schlamm und Sand entstehen.

Dieses Ökosystem aus Flussläufen, Kanälen und unzähligen Inseln beheimatet eine extrem vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, darunter zahlreiche endemische Arten. Allein etwa 30 verschiedene Arten von Mangroven wurden dort erfasst. Dazu kommen noch mehr als 300 Pflanzenarten. Bekanntester Vetreter der Tierwelt ist auch im Sundarbans Nationalpark der Bengalische Tiger. Obwohl zahlreich vertreten, gelingt es Besuchern nur selten, die gefährliche Raubkatze vom Boot aus zu sehen, da ihr Lebensraum so unzugänglich ist. Nur mit viel Glück, am ehesten noch im Winter, sonnt sich eventuell ein Tiger am Ufer oder schwimmt im Wasser. Außerdem gibt es Leoparden, Wildschweine, Axishirsche, Krokodile und erwähnenswert sind vor allem auch die vom Aussterben bedrohten Ganges-Delfine, die sich in den zahlreichen Flüssen des Deltas tummeln. Der Park bietet auch Lebensraum für mehr als 50 Reptilien- und Amphibienarten, sowie für über 300 verschiedene Vogelarten.

Archäologische Funde belegen Stadtruinen aus dem 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. Während der Mogulzeit waren die Mangrovenwälder vor allem Jagdgebiet, aber auch Versteck für Piraten, Räuber, Schmuggler und andere Kriminelle. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die britischen Kolonialherren, die vielen verzweigten Flüsse und riesigen Wälder des Deltas zu kartographieren und zu verwalten. In den 1970er Jahren wurde der Naturschutz ein Thema, und 1984 der Sundarbans Nationalpark gegründet, der auch auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht. Außerdem wurde der Park zum Tiger-Reservat ernannt und 2001 zusätzlich auch noch als Biosphärenreservat ausgezeichnet.

Die beste Reisezeit sind die trockenen Wintermonate von November bis Februar mit Temperaturen zwischen 10 und 30 Grad. Von März bis Mai wird es dann immer heißer bis zu 42 Grad, die Luftfeuchtigkeit steigt an; zwischen Juni und Oktober herrscht Monsunregen und schwüle Hitze.Der nächste Flughafen befindet sich im 120 km nördlich gelegenen Kolkata. Safaris können nur mit dem Boot durchgeführt werden, und nur Teile des Nationalparks sind zugänglich. Das komplexe Netzwerk von Wasserwegen, Wattflächen und Inseln unterliegt den Gezeiten und bietet daher je nach Tageszeit und Wasserstand einen komplett unterschiedlichen Anblick.

Der Gir-Nationalpark im westindischen Bundesstaat Gujarat ist eines der bekanntesten Schutzgebiete des Landes, denn dort findet sich die einzige wildlebende Population des Asiatischen Löwen, der etwas kleiner ist, als seine afrikanischen Verwandten. Einst waren Löwen auf dem indischen Subkontinent von Pakistan im Westen bis nach Bengalen im Osten verbreitet, aber überall bejagt, bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts der letzte indische Löwe außerhalb des Gir Forest erlegt wurde. In Gir überlebten zumindest einige, weil die Herrscher in Junagadh, zu deren Jagdrevier die Wälder von Gir gehörten, nur eine beschränkte Anzahl zum Abschss freigaben. Bereits im Jahr 1900 wurde der Löwe unter Schutz gestellt, doch leider weiter von Wilderern gejagt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es auch im Bereich des Gir Forest nur noch wenige Dutzend Exemplare. Spätere Versuche, die Löwen in ehemaligen Verbreitungsgebieten Indiens wieder auszuwildern, scheiterten. Im Jahr 1965 wurde das Gir Wildlife Sanctuary als erstes Schutzgebiet in Gujarat eingerichtet, ab 1972 die dort lebenden Einheimischen und Viehherden aus dem Reservat umgesiedelt, 1975 die Kernzone des Reservats zum Nationalpark erklärt. Durch diese Maßnahmen wurde endlich ein wirksamer Schutz für die dort verbliebene Tierwelt erreicht. Durch den Anstieg der Beutetierbestände stieg auch die Zahl der Löwen wieder an, die nicht nur im Gir Nationalpark selbst, sondern auch in der Umgebung leben. Ihre Nahrung bestand um 1900 noch größtenteils aus Haustieren, heute sind es zu 75 % Wildtiere.

Die hügelige Landschaft des Gir Nationalparks ist von trockenen Mischwäldern, Dornwäldern und Savanne überzogen. Er gehört zu den Parks mit der größten Raubtierdichte Indiens und bietet neben Löwen auch Leoparden, Streifenhyänen und Rohrkatzen vor. Als Beute der Raubtiere sind unter anderem Axis- und Sambarhirsche, Wildschweine, Nilgau- und Vierhornantilopen zu nennen. Weitere Großtierarten sind Lippenbär, Goldschakal und Sumpfkrokodil. Zudem gibt es mit etwa 250 Arten eine sehr vielfältige Vogelwelt. Trotz diverser Umsiedlungsaktionen leben auch immer noch zahlreiche Haustiere im Gir Nationalpark.

Das Interesse am Gir Nationalpark ist groß, immer mehr Besucher versuchen, den Asiatischen Löwen in seiner letzten Bastion aufzuspüren. Der Park kann auf Jeepsafaris erkundet werden. Während der Monsunzeit von Mitte Juni bis Mitte Oktober ist er geschlossen.

 

 

Der Pench Nationalpark mit seinem abenteuerlichen Dschungel und einer großen Vielfalt an Tieren befindet sich in den Satpura Hills an der Nordgrenze des Nagpur-Distrikts im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Der Nationalpark ist eines der offiziellen „Tiger Reserves of India“. Der Park wurde nach dem Pench River benannt, der sich durch das Gebiet schlängelt, und inspirierte schon Rudyard Kipling zu seinem weltberühmten "Dschungelbuch". Auch für die BBC-Dokumentation "Tiger - Spy in the Jungle" diente der Nationalpark als Kulisse. Die Landschaft besteht aus Flusstälern, kleinen Schluchten und Hügel, die größtenteils mit Mischlaubwäldern bedeckt sind, aber auch seltene tropische Baumarten un Bambuswälder kommen vereienzelt vor. Der Pench River und seine Nebenläufe sind die Lebensader des Parks, jedoch trocknen jedes Jahr im April die Flüsse aus, und das Wasserreservoir im Zentrum des Parks ist dann während der Trockenzeit vor dem Monsun die Hauptwasserquelle im ganzen Nationalpark.

Die Attraktion sind natürlich die großen Raubkatzen wie Tiger, Leoparden und Panther, weitere hier beheimatete Säugetierarten sind unter anderem Hirsche, Antilopen, Hasen, Gaure, Wildschweine, Lippenbären, Wildhunde, Langure, Affen, Kleinkatschile, Schakale, Füchse, Hyänen, Igel, Flughörnchen und Bisons. Zu den hier beheimateten Vögeln sowie Zugvögeln, die hier Station machen, gehören Fischadler, Bussarde, Störche, diverse Wasservögel, vier gefährdete Geierarten, Grüntauben, um nur einige zu nennen. Zahlreiche Reptilien, Amphibien und einige sehr seltene Schmetterlingarten vervollständigen die Artenvielfalt.

Das Klima ist tropisch bis subtropisch. Im Winter von Oktober bis Januar fallen die Temperaturen von 16°C bis auf 3°C. Ab Februar wird es dann wieder wärmer, mit Temperaturen zwischen 16°C und 26°. In den heißen Monaten zwischen April und Juni erreichen die Tempearturen bis zu 42°C anzeigt. Heftige Regenfälle bringt dann der Monsun von Juli bis September. Der Park ist von Oktober bis Juni geöffnet, die beste Reisezeit ist zwischen Februar und April. Der nächste Flughafen ist Nagpur.

 

 

 

Der Tadoba Nationalpark bildet zusammen mit dem Andhari Reservat das Tadoba Andhari Tiger Reservat. Es befindet sich 45 km von der Stadt Chandrapur entfernt im Osten des indischen Bundesstaates Maharashtra. Durch seine Lage etwas abseits der Touristenrouten ist der Park noch relativ unbekannt, er zählt aber zu den schönsten und größten Naturschutzgebieten von Maharashtra. Der Name „Tadoba“ stammt von der Gottheit dieser Region, „Andhari“ heißt der Fluss, der durch dieses Gebiet fließt. Die tropischen Laubwälder des Tadoba Forest wurden bereits 1955 zum Nationalpark erklärt. 1995 wurde der Tadoba Forest zusammen mit dem Andhari Wildlife Sanctuary als Tadoba Andhari Tiger Reservat in die Liste der indischen Tigerprojekte aufgenommen.

Die Hügellandschaft bietet Lebensraum für zahlreiche Wildtiere, wie Tiger, Leoparden, Bisons,Wildhunde, Lippenbären, Hyänen, Schakale, sowie zahlreiche Hirscharten und Antilopen. In den Seen leben Sumpfkrokodile und besonders erwähnenswert ist auch der Artenreichtum der hier lebenden Vogelwelt. Das Reservat ist vor allem für Tigersafaris und Vogelbeobachtungen beliebt. Safaris finden am Morgen und am Nachmittag statt, wobei sich die Zeiten nach Sonnenauf- und -untergang richten. Im offenen Geländewagen bekommt man einen guten Einblick in den Lebensraum der Tiere und die Chance, einen Tiger aufzuspüren, ist relativ gut. Ein Nationalparkführer begleitet die Besucher, deren Zahl gesetzlich begrenzt ist. Ein Aussteigen aus dem Fahrzeug ist nicht gestattet. Der Tadoba Nationalpark ist von Mitte Oktober bis Ende Juni für Besucher geöffnet, dienstags bleibt der Park geschlossen. Die beste Reisezeit für den Besuch des Parks ist von Februar bis Mai. Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Nagpur. Von dort fährt man mit dem Auto zum Tadoba Nationalpark etwa drei bis vier Stunden.

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Eva Langley
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