Am Abend fliegen Sie ab Frankfurt oder Wien (Abflug ab weiteren deutschen, österreichischen und Schweizer Flughäfen auf Anfrage) nach Uganda.
Die goldgelb leuchtende Saharawüste, das imposante Hochland von Äthiopien und das mächtige Mt. Kenyamassiv sind überflogen, bevor Sie über den zweitgrößten Binnensee der Welt, den Victoriasee, zum Landeanflug ansetzen. In Entebbe werden Sie schon von unserem freundlichen Fahrer erwartet. Es erfolgt der Transfer zu Ihrem Hotel. Je nach Wunsch organisieren wir vor dem offiziellen Safaristart (optional) einen Ausflug nach Jinja, eine Bootsfahrt nach Ngamba Island oder zu den Mabamva Wetlands.
Ihr Tag beginnt heute sehr früh. Nach einer kurzen Besprechung zum Tagesablauf starten Sie in Richtung der quirligen Hauptstadt Kampala. Schon bald werden Sie bemerken, warum Sie so früh zu Ihrer Fahrt in den westlichen Landesteil aufgebrochen sind. Es herrscht der übliche chaotische Großstadtverkehr. Wenn Sie Kampala hinter sich gelassen haben, wird es ländlich. Weiter führt der Weg Richtung Westen zu den Murchison Falls. Sie unterbrechen die Fahrt am Ziwa Nashorn-Schutzgebiet. Seit 2000 versucht man hier, auch durch die Unterstützung der EU, Breitmaulnashörner und Spitzmaulnashörner auf ihre Auswilderung im Murchison Nationalpark vorzubereiten. 2008 wurden die Bemühungen beloht und das erste Nashornjunge geboren. Auf einer Walking Safari werden Sie das Ziwa Rhino Sanctuary erkunden. Dabei halten Sie und Ihr Guide stets die Augen auf. Mit etwas Glück können Sie hier Rhinozerosse ungestört beobachten. Weiter führt der Weg zu den Murchison Falls. Der Murchison Falls Nationalpark ist ein sehr tierreicher Park. Zahlreiche Elefanten, Giraffen, Antilopen, Löwen und mit etwas Glück auch Leoparden werden Sie in der Savanne entdecken können. Am Ufer des Viktoria-Nils grasen Flusspferde. Krokodile warten im Wasser auf Ihre Beute, wenn diese sich durstig am Ufer in das Wasser beugt. Am besten lassen sich die artenreiche Vogelwelt und die Bewohner der Flussläufe bei einer Bootsafari beobachten. Die berühmten und pittoresken Wasserfälle liegen im Westteil des Parks. Durch eine nur sieben Meter breite Schlucht stürzen sich die Wasserfälle tosend 43 Meter in die Tiefe.
In Afrika gehen die Uhren zwar etwas anders, aber dennoch werden Sie pünktlich zum Sonnenaufgang, das heißt sechs Uhr (Äquator) zum Frühstück geweckt. Es geht weiter Richtung Kibale Forest. Sie werden überrascht sein von der Fruchtbarkeit der Landschaft. Tee- und Bananenplantagen säumen rechts und links die Straße. Mit einem Fotostopp wird Sie Ihr Fahrer darauf aufmerksam machen, dass Sie soeben den Äquator überqueren. Das Ziel Ihrer heutigen Tagesetappe ist der Kibale Nationalpark.
Auf 1110 - 1590 Metern Höhe liegt der Kibale Forest Nationalpark. Er ist der zugänglichste Regenwald Ugandas. Nicht weniger als 13 Primatenarten durchstreifen die Wälder, darunter der seltene Rote Colobus. Am Kanyanchu Tourist Center beginnt Ihr Trekking zu den hier lebenden wilden, noch nicht an den Menschen gewöhnten Schimpansen. Einmal gefunden, bereiten diese, dem Menschen verwandteste Kreaturen, viele erlebnisreiche Momente, wenn sie auf den bis zu 55 Meter hohen, Früchte tragenden Eisenbäumen miteinander spielen oder streiten. Der Botaniker, Schmetterlingsliebhaber und Vogelfreund entdeckt, geschützt durch das Dickicht des Urwaldes, bestimmt die eine oder andere Spezies. Etwa 335 Vogelarten wurden hier gezählt, wie beispielsweise die Prirogrine-Prachtdrossel. Mit etwas Safariglück kommt Ihnen der kleinere, scheue, stärker behaarte Waldelefant, ein im Unterholz stehender Büffel, das Riesenwaldschwein oder eine von den halben Dutzend Antilopenarten vor die Kamera. Nach einem wohlverdienten Picknick fahren Sie weiter zum nächsten Etappenziel - dem Queen Elisabeth Nationalpark. Er gehört zu den ältesten Nationalparks von Uganda.
Nach einem kräftigenden Frühstück fahren Sie noch einmal auf Pirsch und wieder werden Sie von der biologischen Vielfalt des Queen Elizabeth Nationalparks überwältigt sein. Am Nachmittag erwartet Sie ein weiterer Höhepunkt Ihrer Safari, eine Bootsfahrt auf dem Kazinga Channel - eine natürliche Wasserstraße, die den Lake Edward im Westen und den Lake Georg im Osten in zwei Abschnitte teilt. Vom Boot aus lassen sich die scheinbar friedlich schlafenden Flusspferde, Nilwarane, Pelikane, Schreiseeadler, Goliathreiher, Uganda-Kormorane, verschiedene Storchen- und Reiherarten und bei etwas Safariglück gelegentlich auch einmal ein Leopard beobachten. Der Bootsführer muss ein geschultes Auge haben, denn er muss eine Flusspferd-Herde nach der anderen vorsichtig umfahren.
Gut ausgeschlafen und gestärkt mit einem reichhaltigen Frühstück, setzen Sie Ihre Tour weiter Richtung Süden fort in den Bwindi Impenetrable Nationalpark. Hier erstreckt sich entlang der steilen Hänge des Albertine-Grabenbruchs ein großartiger, üppig grüner Regenwald - einer der wenigen, der die letzte Eiszeit überdauert hat. Er ist die Heimat von ungefähr der Hälfte der Berggorillas der Erde.
Auf Ihrer Fahrt passieren Sie den Südsektor des Queen Elizabeth Nationalparks. Nur in dieser abgelegenen Gegend leben die bekannten baumkletternden Löwen von Uganda. Die Region ist neben dem Lake Manyara Nationalpark in Tansania die einzige, in der wissenschaftlich erwiesen Löwen auf Bäumen dauerhaft leben. Sie fahren durch kleine bunte Dörfer, vorbei an Tee- und Bananenplantagen, und plötzlich wird die Piste immer steiler und die Landschaft immer bergiger. Spätestens jetzt weiß man, warum ein Pullover im Reisegepäck sein sollte. In etwa 1.200 Metern Höhe wird es empfindlich kühl. Heute empfiehlt sich eine frühzeitige Nachtruhe, um für den morgigen Tag gerüstet und fit zu sein.
Noch im Basislager werden Sie von Ihrem Ranger über die Verhaltensregeln während des Trekkings und bei den Gorillas aufgeklärt. Wer an einer Erkrankung leidet, darf wegen der Ansteckungsgefahr nicht mit auf die Gorillapirsch.
Die Bergwanderung zu den nur vier habituierten - an den Menschen gewöhnten - Berggorilla-Gruppen kann zwischen vier und acht Stunden dauern. Auf den hinterlassenen Spuren verfolgen die Guides den Weg der Gorillas und schlagen Ihnen mit den mitgeführten Macheten einen Weg durch das Dickicht. Doch alle Anstrengung ist vergessen, wenn Sie plötzlich auf die Berggorillagruppe, angeführt vom "Silberrücken", stehen. Der Blick in die ausdrucksvollen braunen Augen dieser sanften Riesen ist sicherlich die aufregendste und berührendste Tierbegegnung, die Afrika zu bieten hat. Darüber sollte man jedoch nicht Bwindis außergewöhnliche biologische Vielfalt vergessen, die der Wald seinem erstaunlichem Alter und der Tatsache verdankt, dass er sich auf einer Höhe von 1160 bis 2607 Metern erstreckt. Der Bwindi Impenetrable Nationalpark beherbergt 90 Säugetierarten, elf davon sind Primate, wobei der schwarz-weiße Colobus-Affe mit seinem wunderschönen, wallenden Schwanz besonders auffällt. Die Vogelwelt des Parks ist einmalig: von den vielen Arten sind 23 nur in dieser Gegend Afrikas zu Hause. Alternativ können Sie auch an einer Regenwaldwanderung teilnehmen.
Über Serpentinen hinab fahren Sie von Bwindi wieder in Richtung Entebbe. Jedoch nicht, ohne den Mburo Nationalpark besucht zu haben. Herz des knapp 260 km² großen Nationalparks ist der darin liegende Lake Mburo, umrahmt wird dieser von zahlreichen weiteren Seen. Der Reichtum an Impala-Antilopen ist beeindruckend. Von diesen Impalas leitet sich auch der Name der ugandischen Hauptstadt Kampala ab (Kasozi K'Empala - Hügel der Antilopen). Der aus Akazienwald und Sümpfen bestehende Park unterscheidet sich in seiner Flora und Fauna von anderen Reservaten Ugandas und beheimatet über 300 Vogelarten, wie zum Beispiel Pelikane, Darter, Komorane, Gelbschnabelenten, aber auch Fischadler und Reiher. Zwar ist Großwild wie Elefanten und Löwen nicht mehr anzutreffen, aber einige Leoparden, Wasserböcke, Hyänen oder Zebras können mit etwas Pirschglück beobachtet werden.
Nach einer Morgenpirsch im Mburo Nationalpark treten Sie die Rückfahrt nach Kampala an. Entlang der Strecke werden Sie viele Einblicke in den ugandischen Alltag erhaschen. Kampala erreichen Sie am späten Nachmittag.
Der heutige Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Entspannen Sie im Hotel oder nutzen Sie den Tag für Besorgungen der Mitbringsel in Kampala. Wer möchte, kann noch etwas für sein landeskundliches Wissen tun und die Gräber der Könige (Kabaka) von Buganda besuchen.
Es erfolgt der Transfer zum Flughafen und der Rückflug nach Deutschland.
Sie können Ihr Uganda-Abenteuer mit einer Badeverlängerung an der Küste von Sansibar oder Kenia ausklingen lassen. Oder zu weiteren Höhepunkten Afrikas reisen: Äthiopien, Tansania, Kenia oder Sambia. Wir beraten Sie gerne!