Unser Workshop beginnt am Spätnachmittag in Berlin. Gegen 16:00 Uhr treffen Sie im Hotel Ihren Guide und die kleine Gruppe von begeisterten Hobbyfotografen für einen ersten Spaziergang durch die Innenstadt um den Potsdamer Platz.
Berlin ist eine Stadt der Umbrüche, deren Geschichte sich unmittelbar im Stadtbild ablesen lässt. Monarchie, Diktatur, Teilung und Wiedervereinigung haben architektonische Schichten hinterlassen, die bewusst nebeneinander stehen. Gerade diese Vielschichtigkeit macht Berlin zu einem besonders spannenden Ort für fotografische Annäherungen an Geschichte und Gegenwart.
Berlin ist ein außergewöhnlich vielseitiges Revier für Architekturfotografie, geprägt von bewussten Brüchen, Übergängen und Kontrasten. Rund um den Potsdamer Platz verdichten sich moderne Stadtvisionen aus Glas, Stahl und Beton, während nur wenige Schritte entfernt klassizistische Monumente, Regierungsbauten und Museumsarchitektur klare, ruhige Bildkompositionen ermöglichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Regierungsviertel entlang der Spree: Reichstagsgebäude, Paul-Löbe-Haus und Kanzleramt bilden ein spannungsvolles Ensemble aus Transparenz, Monumentalität und klarer Linienführung, das sich hervorragend für Perspektivstudien und Spiegelungen im Wasser eignet.
Im Juli zeigt sich Berlin offen, weitläufig und voller Bewegung. Das Stadtleben spielt sich auf Plätzen, in Parks und entlang der Spree ab, wobei urbane Dichte und überraschende Ruhepunkte eng miteinander verwoben sind. Unterschiedliche Viertel vermitteln jeweils eigene Stimmungen - von repräsentativ und geordnet bis kreativ und experimentell.
Je nachdem, wie sich die gemeinsame Tagesplanung entwickelt, werden Sie den Tag in Berlin verbringen und dann mit dem Zug nach Hamburg fahren, wo Sie am Abend ankommen.
Als freie Hansestadt entwickelte sich Hamburg früh zu einem der wichtigsten Handelszentren Nordeuropas. Wohlstand aus dem Überseehandel prägte Architektur und Stadtplanung nachhaltig. Stadtbrände, Kriegszerstörungen und der Wiederaufbau haben eine Stadt entstehen lassen, in der historische Substanz und moderne Architektur bewusst miteinander in Dialog treten.
Hamburg bietet ein starkes, geschlossenes Stadtbild mit klarer architektonischer Identität. Die Backsteinfassaden der Speicherstadt und der historischen Kontorhäuser erzeugen markante Linien, Rhythmen und Texturen, die sich ideal für grafische Bildkompositionen eignen. Besonders prägend sind dabei das expressionistische Chilehaus mit seiner schiffsbugartigen Form sowie die Elbphilharmonie, deren gläserne Fassade einen spannenden Kontrast zur historischen Speicherstadt bildet und je nach Lichtstimmung völlig unterschiedliche fotografische Wirkungen entfaltet.
Die Sommertage in Hamburg sind entspannter als in anderen Metropolen. Das Leben orientiert sich stark am Wasser - an der Alster, entlang der Kanäle und an den Elbpromenaden - und verleiht der Stadt eine maritime Leichtigkeit. Öffentliche Plätze, Cafés und Promenaden werden zu Begegnungsräumen zwischen hanseatischer Zurückhaltung und urbaner Offenheit.
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück erfolgt die individuelle Abreise.